{"id":37,"date":"2017-05-03T13:09:05","date_gmt":"2017-05-03T13:09:05","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--prschken-n4a.de\/?p=37"},"modified":"2021-10-04T16:06:44","modified_gmt":"2021-10-04T16:06:44","slug":"mann-gottes-von-prschken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/xn--prschken-n4a.de\/?p=37","title":{"rendered":"Mann Gottes von P&ouml;rschken!"},"content":{"rendered":"<p>Vor mehr als 150 Jahren wirkte in dem malerisch am Rande der Brandenburger Heide gelegenen Kirchdorf P\u00f6rschken der Pfarrer Johann Jakob von Schaewen. Er scheint ein eigenwilliger Herr gewesen zu sein. In einer Predigt soll er seiner nicht gerade frommen Gemeinde und den in der Kirche oft schlafenden Bauern erkl\u00e4rt haben: \u201eLiebe Gemeinde! Wenn der Herrgott mich am j\u00fcngsten Tage vor sich fordern wird, dann wird er mich fragen: &#8222;Mann Gottes von P\u00f6rschken, wo hast du die Schafe, die ich dir gegeben habe?&#8220; Dann werde ich verstummen m\u00fcssen. Der Herr wird zum zweiten Male fragen: &#8222;Mann Gottes von P\u00f6rschken, wo hast du meine Schafe?&#8220;, und ich werde wieder nicht antworten k\u00f6nnen. Wenn aber der Herrgott zum dritten Male fragt: &#8222;Mann Gottes von P\u00f6rschken, wo hast du meine Schafe?&#8220;, und ich werde wieder schweigen m\u00fcssen, dann wird der Herr sagen: &#8222;Mann Gottes von P\u00f6rschken, Schafe habe ich dir gegeben, aber Ochsen hast du mir gebracht!&#8220;<\/p>\n<p>Darauf soll der alte Bauer und Kirchenvater Plog aus Patranken zu seinem Nach\u00adbarn verschmitzt gesagt haben: \u201eDa micht ons Herrgott noch nich moal e schlechte Tuusch gemoakt hebbe.&#8220; &#8211;<\/p>\n<p>Nach einer anderen Version soll der Pfarrer von Schaewen, damaliger Sitte ge\u00adm\u00e4\u00df, in seinen Predigten oft die plattdeutsche Sprache gebraucht und seiner Ge\u00admeinde P\u00f6rschken ihrer S\u00fcnden wegen harte Vorw\u00fcrfe gemacht haben. Als er dabei das j\u00fcngste Gericht in lebhaften Farben schilderte, sprach er voll Eifer: \u201eOn wenn denn Gott de Herr rope ward: &#8218;Mann Gottes aus P\u00f6rschken, wo hast du deine Schafchens, die ich dir anvertraut habe?&#8216;, on \u00f6ck war mi noa ju \u00f6msehne, denn hefft ju all aller de Diewel gehoalt!&#8220;<\/p>\n<p>M\u00f6gen die Beweggr\u00fcnde und Ausdr\u00fccke, mit denen Pfarrer von Schaewen seine P\u00f6rschker Predigt gehalten hat, verschieden \u00fcberliefert und ausgelegt worden sein, die bemerkenswerten Worte \u201eMann Gottes von P\u00f6rschken&#8220; stammen sicher von ihm. Sie wurden bald allgemein in ganz Natangen als ein Sprichwort gebraucht, das Ablehnung, aber in gewissem Ma\u00dfe auch Bewunderung ausdr\u00fccken sollte.<\/p>\n<p>Quelle: \u201cSagen und Schw\u00e4mke aus Natangen\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor mehr als 150 Jahren wirkte in dem malerisch am Rande der Brandenburger Heide gelegenen Kirchdorf P\u00f6rschken der Pfarrer Johann Jakob von Schaewen. Er scheint ein eigenwilliger Herr gewesen zu sein. In einer Predigt soll er seiner nicht gerade frommen Gemeinde und den in der Kirche oft schlafenden Bauern erkl\u00e4rt haben: \u201eLiebe Gemeinde! 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